Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.

Im Johannesevangelium geht es schon im 2. Kapitel um die richtige Gottesverehrung im Tempel. Es gibt Streit und Jesus will den Tempel mit einer Geißel von Händlern und Geldwechslern reinigen. Als in Frage gestellt wird, dass er das tun darf, setzt Jesus den Tempel aus Stein in Bezug zum „Tempel seines Leibes“: Er wird sterben und nach drei Tagen auferstehen. Seine Jünger werden dieses Wort erst nach Jesu Auferstehung erinnern.

 

Paulus überträgt diese Botschaft auf die Gläubigen in Korinth und bestärkt sie: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist?“ (1Kor6,20 ) In diese Reihe können auch wir uns stellen: Der Leib eines jeden von uns – ein Tempel Gottes. Eine große Ehre, aber auch ein hoher Anspruch. Daher ist es nötig, diesen Tempel regelmäßig einer sorgfältigen Reinigung zu unterziehen. Die Empfehlungen Jesu dazu haben wir an Aschermittwoch gehört: Fasten, Beten und Almosen geben. Was gäbe es dann zu tun, damit der Tempel unseres Leibes wieder in Ordnung käme?

 

Fasten heißt verzichten. Welcher Ballast steht herum, welche mediale Zerstreuung lenkt meine Aufmerksamkeit ab vom Wesentlichen? Ich kann mich von Verstopfungen lösen und freier werden.

 

Frei zu werden besonders zum Beten, zum Gespräch mit Gott. Wer oder was verstellt mir den Weg nach innen? Was hüte ich im inneren meines Herzens? Welche Bilder fallen mir ein? Welche Erfahrungen tragen mich, wenn ich ganz bei mir bin?

 

Was hindert mich daran, Menschen und ihre Nöte wahrzunehmen, wo habe ich den Impuls, etwas zu tun? Wo könnte ich mit anderen teilen – altertümlich ausgedrückt: Wo möchte ich Almosen geben?

 

Unter Gottes Shalom stehe diese Woche mit diesen oder Ihren eigenen Fragen

 

Thomas Eckerle, Pastoralreferent