„Du darfst!“ - das Fasten auf den Kopf gestellt

Es steht bei manchen Menschen in schlechtem Ansehen, unser Fasten. Die sehen nur den „Verzicht“ und können dem allenfalls unter dem Aspekt dadurch „ein paar Pfunde zu verlieren“ einenSinn abgewinnen. Andere verstehen es als Ausdruck von strenger „Selbstdisziplin“ und als Beweis von Stärke. Bei Klara und Franz von Assisi dagegen habe ich (nach Helmut Schlegel ofm) ein überraschend anderes und mich sehr ansprechendes Verständnis des Fastens gefunden: Die 10 Erlaubnisse:

  1. Nichts Tun... leere Hände machen frei
  2. Quer Denken...lies das Evangelium - du findest nichts anderes als Quergedanken
  3. Schwach Sein ...Friede beginnt, wenn du aufhörst, stärker sein zu wollen
  4. Dich Riskieren...ein Sprung ins kalte Wasser ist meist sehr belebend
  5. Genießen ..schmecke und koste die Gaben der Schöpfung - ganz ohne Gier
  6. Still Sein ... die Schwäche, keine Antwort zu haben, ist in Wahrheit Stärke
  7. Gefühle Zeigen... vertrauen kann dir, wer spürt, was du fühlst
  8. Dich Aushalten ... auch deine Schmerzen und Brüche machen dich schön
  9. Lachen ... nicht einmal der Tod ist todernst
  10. Aufstehen ... weil ER auf(er)stand, bist du erlöst

Ein gewiss ganz ungewohntes Fasten... eine gute Vorbereitung auf Ostern? Probieren Sie‘s aus! Eine weiterhin gesegnete Fastenzeit wünscht Ihnen:

 

Markus Müller, Pastoralreferent