Wie Neugeborene

Der kommende Sonntag trägt im liturgischen Kalender der evangelischen Kirche den eigenartigen Namen „Quasimodogeniti“. Das heißt auf Deutsch „wie Neugeborene“ und ist der Anfang eines Zitats aus dem 1. Petrusbrief 2,2: „Verlangt wie neugeborene Kinder, nach der unverfälschten geistigen Milch“. „Wie neugeborene Kinder“ dürfen sich die Glaubenden nach Ostern fühlen! Die Passionszeit, die Zeit der Leiden, der Angst und der Trauer ist vorbei. Jetzt ist Freude und Hoffnung angesagt! Gott hat mit Ostern einen Neuanfang gesetzt. Durch die Auferstehung von Jesus ist der Tod überwunden und seiner Endgültigkeit beraubt.
Mit seiner Auferstehung hat Gottes neue, ewige Schöpfung begonnen. Durch die Taufe und den Glauben an ihn gehören wir dazu. Seit Ostern haben wir darum die begründete Hoffnung, dass dieses Leben nicht alles ist, dass Gott für uns auch nach dem Tod eine Zukunft bereithält. Wir können aufatmen, aufleben, uns wie Neugeborene fühlen: „Quasimodogeniti“ eben.
In der katholischen Kirche wird dieser Sonntag als „Weißer Sonntag“ gefeiert. An diesem Sonntag feiern die Kinder ihre Erstkommunion. So auch hier in Forchheim. Die Kinder aus Neuburgweier und Mörsch sind dann eine bzw. zwei Wochen später dran. Wir wünschen allen Kindern, die die Erstkommunion feiern, mit ihren Angehörigen einen gesegneten Gottesdienst und ein frohes Fest!
Ihnen allen wünsche ich eine gute Woche!
Gerd Ziegler, Pfarrer