Arbeitskreis Weißrussland

Gruppenbesuch in der Straße des 1. Mai
Gruppenbesuch in der Straße des 1. Mai

Im Gefolge der Versöhnungsarbeit der Kirchen, der humanitären Hilfen für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe und als Beitrag dazu, die „Charta Oekumenica“ der europäischen Kirchen vor Ort mit Leben zu erfüllen, hat die Gemeinde im April 2004 einen „Arbeitskreis Weißrussland“ gegründet. Er knüpft an Erfahrungen und Kontakte der Evang. Akademie Baden an: Seminare und Projekte mit verschiedenen Partnern in Minsk und Mogilew.

Das Team von "Tabea" in Mogilew
Das Team von "Tabea" in Mogilew

Eine erste Besuchergruppe von Vertretern der Christlichen Sozialstation „Tabea“ in Mogilew, von orthodoxen, jüdischen und auch städtischen Partnern, kam bereits im Juni 2004 nach Baden, es folgte alsbald eine Kulturgruppe, die in Vereinen und Gemeinden auftrat. Im Herbst 2004 war die orthodoxe Theologin Olga Kirilchuk zu einem halbjährigen Praktikum in verschiedenen Diensten der Landeskirche eingeladen.

Pfarrer Heidler empfängt eine weißrussische Tischdecke
Pfarrer Heidler empfängt eine weißrussische Tischdecke


Besuch des Seniorenclubs "Solidarische Mediziner in Mogilew" vom 14. bis 21. Februar 2007

 

 
Über 120 Mitglieder hat der Mogilewer Club für Mediziner im Ruhestand, der, seit Juni mit dem Mörscher Arbeitskreis Weißrussland verbunden, von der Berliner Stiftung „Erinnerung und Verantwortung“ gefördert wird. Nun schauten sich vier Aktive der Leitungsgruppe samt Dolmetscherin in Rheinstetten und Umgebung um, sammelten Eindrücke, Notizen, Bilder und Prospekte darüber, wie Senioren hier ihr Leben gestalten und was für Ältere getan wird.
Im Seniorenbegegnungszentrum Ettlingen staunten sie über die große Zahl von Gruppen und offenen Angeboten, tatkräftig getragen von vielen Ehrenamtlichen und der Stadt. Im Seniorenbüro Karlsruhe gab es Material über die zahlreichen Angebote der Vereine, darunter der Wissens- und Hobbybörse, wo ein Gespräch mit den Teilnehmern eines Russisch-Kurses stattfand. In den Seniorenzentren Klosterweg und Rösselsbrünnle konnten Betreuung, Pflege und Bewirtschaftung moderner Heime besichtigt und diskutiert werden; in den Hagsfelder Werkstätten Karlsruhe / Bereich Ettlingen beeindruckte der Arbeitseinsatz von und der liebevolle Umgang mit behinderten Menschen.
Natürlich fehlten auch Führungen durch Karlsruhe, Heidelberg und Baden-Baden nicht, sowie eine Bahnfahrt durch den Schwarzwald nach Freudenstadt.
Im Gottesdienst der Mörscher Gemeinde berichtete Valentina Sologubowa von den Aktivitäten der Mogilewer Senioren und überreichte Pfarrer Heidler ein typisches weißrussisches Tafeltuch. Im Gespräch wurden später Fragen gestellt: Wie hoch ist die Rente eines Arztes bei Euch ?- 120 Euro, deshalb müssen wir alle weiter arbeiten , solange es geht. Überalterung der Bevölkerung? – Stärker als in Deutschland, durch den Tschernobyl-Unfall auch hohe Kindersterblichkeit. Erfolge des Clubs? Viele alte Kollegen leben einsam und freuen sich, erstmals angesprochen und zu Aktivitäten eingeladen zu werden, bekommen neuen Lebensmut.- Nur Mediziner? Nein, wir gehen auch zu Lehrern und anderen Alten, wollen alles noch ausweiten.
Durch Vermittlung von Altbürgermeister Roth durften die Fünf aus den Fenstern der Alten Schule den Forchheimer Fasnachtsumzug genießen und sogar der anschließenden Jury zur Prämierung der Gruppen beiwohnen. Präsident Roland Stecher überreichte jedem Gast die Jubiläumsplakette - eine hohe und unerwartete Ehre. Gibt es bei Euch auch Fasnacht? - Nein, nur den uralten „Buttertag“ im März, wo der Winter verbrannt wird, die Kinder sich vermummen und kleine Krapfen in Butter gebacken werden – Symbole für die Sonne. Auch hier also Ähnlichkeiten, nicht nur in den Seniorenwelten....
 
Ullrich Lochmann

Wir laden Interessenten zur Mitarbeit ein, organisieren Besuchsreisen, sammeln Spenden für Bedürftige, können Kontakte zum Land sowie Vorträge zu geschichtlichen, religiösen u.a. Aspekten Weißrusslands vermitteln.

 

Spendenkonto:

 „AK Weißrussland Mörsch“, Kto. Nr. 20033517 

bei der Spar- und Kreditbank Rheinstetten, BLZ 660 614 07

U. Lochmann bei OB Chorikow in Mogilew
U. Lochmann bei OB Chorikow in Mogilew

Kontaktadresse:

Dr. Ullrich Lochmann

Baumgartenstr.8

76287 Rheinstetten

Tel. 07242-808 

Email:  ulochmann@web.de

 

und

Evangelisches Pfarramt Mörsch,

Tel. 07242-7385

 

Die Bilder:

  1. Das Team von „Tabea“ in Mogilew
  2. Gruppenbesuch  in der „Straße des 1.Mai“
  3. Frauen im Kloster
  4. Mal Kwas probieren?
  5. Wo man singt...
  6. U. Lochmann bei OB Chorikow in Mogilew
  7. Besuch auf der Wartburg
  8. Fotos vom Kriegsende in Mörsch
  9. Damals haben wir geschossen...
  10. Infostand beim Umwelttag
  11. Kleider, Schuhe Fahrräder für Mogilew–Abtransport am 1.6.05