Wort für die Woche - Archiv

Hier finden Sie die Beiträge vergangener Wochen.

Do

22

Feb

2018

Gottes Wort – der Hammer!

„Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?“ So wird im Buch des Propheten Jeremia, Kapitel 23, Vers 29 die Kraft und Dynamik beschrieben, die in Gottes Wort steckt. Es hat die Kraft, Menschen zu verändern, die sich von diesem Wort beeinflussen lassen. Es bewirkt Versöhnung und Frieden mit Gott, mit unseren Mitmenschen, mit uns selbst. Mahatma Gandhi hat von diesem Wort gesagt: „Ihr Christen habt in euer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist, sonst weiter nichts.“

 

Ich halte die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern für eine gute Gelegenheit, einmal bewusst auf Zeit mit anderen Medien wie Fernsehen und Internet zu verzichten und sich dafür intensiv mit Gottes Wort in der Bibel zu befassen. Warum nicht mal ein ganzes Evangelium durchlesen? Vielleicht schaffen Sie ja in den Wochen bis Ostern auch das ganze Neue Testament?!

 

Gerd Ziegler, Pfarrer

Do

15

Feb

2018

Verloren? – Erlöst!

„Bis Aschermittwoch bin ich verloren…“, singt Margit Sponheimer, „…denn Rosenmontagskinder müssen närrisch sein.“ Tatsächlich kommt sich mancher am Aschermittwoch recht verloren vor, der über die Faschingstage ausgelassen gefeiert und die Welt närrisch auf’s Korn genommen hat. Plötzlich ist da so ein seltsamer Ernst und eine Stille, die herausfordert.

 

Die katholische Kirche mutet den Gläubigen am Aschermittwoch zu, sich ihrer Verlorenheit zu stellen, also anzuerkennen, dass sie erlösungsbedürftig sind: Die Welt ist tatsächlich nicht so lustig, wie wir das an Fasching lauthals gefeiert haben, und jede/r hat seinen/ihren Anteil daran. Als Zeichen dafür wird mit geweihter Asche ein Kreuz auf die Stirn gemacht. Im alten Testament war es ein übliches Zeichen für die Bereitschaft zur Umkehr und Buße, ein Bußgewand („Sack“) anzuziehen und sich in die Asche zu setzen (vgl. Jona 3,6).

 

Gleichzeitig beginnt die Kirche die Österliche Bußzeit, auch „Fastenzeit“ genannt. Beim Fasten steht allerdings weniger der Verzicht an sich im Mittelpunkt oder gar das körperliche Abnehmen, sondern das Freiwerden für das Gute und Schöne. Im Tagesgebet des Aschermittwochsgottesdienstes heißt es: „Getreuer Gott, im Vertrauen auf dich beginnen wir die vierzig Tage der Umkehr und Buße. Gib uns die Kraft zu christlicher Zucht, damit wir dem Bösen absagen und mit Entschiedenheit das Gute tun.“ Das Ganze hat einen Zweck: Ich stelle mich meiner Verlorenheit mutig, um an Ostern umso deutlicher die Erlösung durch Christus erleben zu können.

 

 

Ich wünsche uns eine gute und aufbauende Österliche Bußzeit!

 

Reinhart Fritz, Pfarrer

 

Do

08

Feb

2018

Das sollten sie im Auge behalten!

Wenn man mich fragen würde, was am 2. Februar in meinem Kalender stand, würde ich sagen: Auf den ersten Blick ein, zwei Termine, da war nichts Besonderes. Wer im liturgischen Kalender blättert würde eine kleine Besonderheit, nämlich den Eintrag „Darstellung des Herrn“, früher besser bekannt unter „Mariä Lichtmess“ finden. Soweit vielleicht noch nichts Besonderes. Besonders jedoch ist der biblische Text an diesem Tag gewesen. Er berichtet davon, wie Maria und ihr Mann gemäß der jüdischen Tradition zum ersten Mal mit ihrem Sohn Jesus in den Tempel gingen. Dort begegnete Ihnen der greise Simeon; dieser sollte erst sterben, wenn er das sieht, was die ganze Welt heilen wird. Als er Jesus sah, erkannte er in Ihm genau das! Er hatte den richtigen Blick für das, was gut tut und Heilung bringt. Seine Augen haben das gesehen, was alle heilen wird und allen gut tun wird. Dennoch hatte er auch im Blick, wie Teile dieser Welt, die noch nicht gut und heil sind, darauf reagieren würden. Dies sagte er auch Maria und Josef. Diesen Blick des Simeon finde ich interessant: Er hat das Gute im Blick, er entdeckt, was heil macht, und erkennt auch die Herausforderungen. Vielleicht ist das ein Blick, der auch uns gut tut? Nicht das Schlechte im Blick haben, sondern das Gute. Nicht nur Mängel erkennen, sondern das fokussieren, was gut tut und heilt in den Grenzen meines persönlichen Lebens. Das ist nicht einfach, vielleicht auch nicht immer möglich; dennoch halte ich diesen Blick, besser: diese Haltung für etwas, das man im Auge behalten sollte. Ich lade Sie ein, diesen Blick immer mal wieder in kleinen Entscheidungen auszuprobieren. Vielleicht schenkt er Ihnen wie Simeon Frieden und Begeisterung, beides wünsche ich Ihnen auf alle Fälle!

 

Sebastian Kraft, Gemeindereferent

So

28

Jan

2018

Kann ich Sie segnen?

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